Museums-Check mit Markus Brock

Deutsches Historisches Museum Berlin

31min
Quelle: Pressebild (zdfPresse)
Quelle: Pressebild (zdfPresse)

Der "Museums-Check" feiert Jubiläum! Für die 50. Folge "checkt" Markus Brock das Deutsche Historische Museum in Berlin und begrüßt als Gast den Berliner Schauspieler Ulrich Matthes.

Ulrich Matthes war auch Gast in der ersten Sendung am 30. Mai 2010. Als leidenschaftlicher Museumsgänger kennt Matthes natürlich auch das Flaggschiff unter den deutschen Geschichtsmuseen gut.

Rund eine Million Objekte zählt die Sammlung des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Beheimatet ist das Museum in einem ebenso geschichtsträchtigen Bau: im Zeughaus, dem bedeutendsten Barockbau Berlins und ältesten Gebäude Unter den Linden.

Einen anschaulichen Einblick in rund 1500 Jahre deutscher Vergangenheit vermittelt die Dauerausstellung. Die Ausstellungsstücke - darunter mittelalterliche Rüstungen, Herrscher-Büsten, technische Geräte, Textilien und historische Filme - erzählen von Menschen, Ideen und bedeutenden Ereignissen. Bei ihrem Rundgang begegnen Markus Brock und Ulrich Matthes Persönlichkeiten wie Karl dem Großen auf einem Dürer-Gemälde oder dem Reformator Martin Luther. Geschichte begeistert Ulrich Matthes nicht nur privat, auch beruflich setzt er sich gern mit historischen Stoffen auseinander. So spielte er unter anderem Joseph Goebbels in dem Film der "Der Untergang" (2004) oder verkörperte in dem ARD-Zweiteiler "Die Puppenspieler" (2017) die Rolle von Papst Alexander VI. zur Zeit der Renaissance.

Das Deutsche Historische Museum soll vor allem ein Ort sein "in dem man historische Urteilskraft entwickeln kann", sagt Direktor Raphael Gross, "dass man hier vor dem Hintergrund der Geschichte lernt nachzudenken und mit dem umzugehen, womit wir derzeit konfrontiert sind". 2017 hat der Schweizer die Leitung des Museums übernommen und steht Markus Brock im "Museums-Check" Rede und Antwort. Wie wurden die Deutschen zu dem, was sie heute sind? Verändert sich der Blick auf die Geschichte? Und kann man aus der Geschichte etwas lernen?

Die Gründung des Deutschen Historischen Museums fiel selbst mit einem geschichtlich bahnbrechenden Ereignis zusammen: Initiiert anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin am 28. Oktober 1987, sollte es eigentlich einen Museums-Neubau auf dem Gelände des heutigen Kanzleramts bekommen, im damaligen West-Berlin. 1989 veränderte der Fall der Berliner Mauer aber alle Planungen, und so wurde im Zuge der Wiedervereinigung das Zeughaus 1990 zum Sitz eines gemeinsamen Deutschen Museums.

Zwischenzeitlich wurde das Zeughaus umfangreich saniert und erhielt 2003 einen Neubau des Architekten Ieoh Ming Pei für Sonderausstelllungen. Ab 23. März 2018 ist hier die Schau "Sparen - Geschichte einer deutschen Tugend" zu sehen.

Quelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 22.04.2018 um 18:29 Uhr auf 3sat.