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Geheimnis Dortmunder U

Ein Film von Marika Liebsch

Quelle: ARD-Pressebild

Wer nach Dortmund kommt, dem fällt schnell ein besonderes Gebäude auf: Direkt am Hauptbahnhof steht ein markanter Turm. Mit einem echt vergoldeten U auf dem Dach überragt er die Stadt und sendet "fliegende Bilder" - Lichtinstallationen - über die Stadt. Heute feiert das junge Ruhrgebiet hoch über der Stadt. Aber 67 Jahre lang wurde hier Bier gebraut.
Das U war das erste Hochhaus der Stadt, gebaut 1926/27 nach einem revolutionären Konzept: ein Turm als Bierfabrik. Dabei fließt der Brauprozess einfach mit der Schwerkraft von oben nach unten. Die Union-Brauerei, die damals zu den größten Brauereien in der Bierstadt Dortmund gehörte, wollte ihren Erfolg mit einem besonderen Gebäude allen zeigen. Und der Architekt krönte seinen Turm mit einer Lichtpyramide. Das war damals das Modernste, was die Baukunst zu bieten hat.
Versteckt im Innern ist der Turm ausgestattet mit extra starken Stahl-Betonpfeilern, die stets bewahren, was drinnen ist. So überlebte das U Krieg und Krisen, ein Jahrzehnt als abrissbedrohte Ruine - und ist heute einer Kultureinrichtung mit einem besonders jungen Besucherschnitt geworden. Eine besondere Kraft scheint im Turm zu wirken.
Den Film-Regisseur Adolf Winkelmann hat der Turm von Kindheit an beschäftigt. Aber er hätte sich nicht träumen lassen, dass er mit fast 60 Jahren einmal wie besessen oben auf dem Dach nach Stromanschlüssen suchen würde. Doch diese Idee hat aus dem Turm wieder genau das gemacht, was er ursprünglich schon einmal war: einen Leuchtturm für Dortmund und das Ruhrgebiet.
Kreative und nervenstarke Menschen wie Adolf Winkelmann haben die Möglichkeiten des einzigartigen Gebäudes im Herzen Dortmunds erkannt. Das hat den Turm ein zweites Mal gerettet - und damit die ganze Umgebung. Der lange heruntergekommene Stadtteil rund um das alte Brauereigelände heißt heute Union-Viertel und ist zum hippen Vorzeige-Stadtteil geworden.

Audio-Format:stereo
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Audio-Beschreibung: ja
Hörhilfe: ja
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Schlagwörter:Dokumentation/Reportage, Architektur, Geschichte, Wirtschaft