Wem gehört der Osten?

Die großen Deals der Einheit

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Tausende Betriebe, hunderttausende Wohnungen, Schlösser und Burgen, Seen und Küsten, Millionen Hektar Wald und Land - all das hatte der Staat DDR einst als Volkseigentum deklariert. Mit dem Mauerfall kommt die schwierige Frage: Was gehört im Osten eigentlich wem? Und wem soll es künftig gehören?

Ein ganzes Land steht 1990 zum Verkauf, es herrscht Goldgräberstimmung. Investoren aus aller Welt wittern das große Geschäft. Wie Anno August Jagdfeld, einer der Großinvestoren der ersten Stunde. Ihm und seiner Familie gehören bis heute 90% des Ostseebades Heiligendamm. Oder Roland Ernst, der an die Hackischen Höfe in Berlin sein Herz - und viel Geld - verloren hat.

Ostdeutsche sind bei diesen Geschäften die große Ausnahme. Holger Krimmling und Jörg Zochert aus Leipzig mischten von Anfang an mit, sie haben heute sogar das Kapital für eigene Investitionen in ostdeutschen Großstädten. Eines ihrer letzten Projekte ist die Sanierung eines alten Leipziger Industriebaus. Für die geplanten Luxuslofts müssen allerdings die bisherigen Mieter weichen.

Während in den ostdeutschen Städten vor allem Westinvestoren zum Zuge kamen, lief es auf dem Land anders. Heute gehören die großen Flächen der einstigen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften überwiegend Ostdeutschen, oder aber ganz neuen Investoren wie der Hamburger "Agroenergy". Der Investor kaufte 4200 Hektar ostdeutsches Ackerland zur Erzeugung von Bioenergie. Den eigentlichen Gewinn machte das Unternehmen aber mit dem Weiterverkauf der Flächen, denn die Preise für Ackerflächen steigen seit Jahren rasant.

Das Privateigentum ist endgültig angekommen in Ostdeutschland. Der Film rekonstruiert die größte Eigentumsverschiebung der deutschen Geschichte nach der Wiedervereinigung. Sie kennt Gewinner, aber auch viele Verlierer.

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Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 13.01.2019 um 22:00 Uhr auf MDR.