Das Diesel-Desaster

Film von Thomas Berbner und Torben Börgers

Quelle: Pressebild

In mehreren deutschen Städten gibt es Fahrverbote für ältere Diesel-PKW. Stickstoffdioxid und Feinstaub aus den Auspuffen können gerade bei älteren Menschen und Kindern schwere Erkrankungen verursachen und sollen in tausenden Fällen allein in Deutschland zu vorzeitigem Tod führen. So beschreiben es Epidemiologen und das Umweltbundesamt in zahlreichen Studien.
Einge Lungenärzte und andere Wissenschaftler bezweifeln diese Aussagen. In niedrigen Dosen seien Stickstoffdioxid und Feinstaub ungefährlich, die behaupteten Gesundheitsrisiken beruhten auf umstrittenen mathematischen Modellen ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage. Die Recherche des NDR zeigt die Kontroverse um die Dieselabgase und die Methoden, mit denen in Deutschland Grenzwerte gemessen werden.
Erste Konsequenzen hat die Politik seit dem Beginn der Debatte schon gezogen, um weitere Fahrverbote abzuwenden: Die Bundesregierung will mit einer gesetzlichen Anpassung erreichen, dass es künftig bei NO2 einen Spielraum über dem geltenden Grenzwert gibt, unter dem Fahrverbote unverhältnismäßig seien. Die Landesregierung in Niedersachsen hat aus offensichtlichen Ungereimtheiten bei der Erfassung der NO2 Werte in Oldenburg gelernt und hält Überschreitungen des Grenzwerts an einzelnen Messstationen nicht mehr für ausreichend, um Fahrverbote zu verhängen.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 21.04.2019 um 13:15 Uhr auf tagesschau24.