Wildes Südafrika (2/3)

Zwischen Tropen und Savanne

Film von Thomas Behrend und Heike Grebe
45min
Quelle: ARD-Pressebild
Quelle: ARD-Pressebild

Südafrika ist ein Land so bunt wie ein ganzer Kontinent. Zwei Weltmeere treffen dort aufeinander, es gibt Pinguine, Löwen, Wale und Delfine, aber auch Elefanten und riesige Nilkrokodile.

Wie kommt es zu solcher Artenvielfalt? Die Filmemacher Thomas Behrend und Heike Grebe gehen dieser Frage auf den Grund. Die zweite Folge rückt die tropische Ostküste und die angrenzende Buschsavanne mit ihren tierischen Bewohnern in den Mittelpunkt.

Viel weiter östlich des Kaps der guten Hoffnung liegt Kap Agulhas, der südlichste Punkt von Afrika. Unter der rauen Meeresoberfläche kämpfen Giganten: Delfine und Haie stürzen sich auf einen Schwarm Sardinen, Tölpel stoßen dazwischen und versuchen, sich einen Happen zu sichern. Da schießt aus der Tiefe ein zwölf Meter langer Brydewal empor. Der Meeresriese gibt sich nicht mit ein paar Sardinen zufrieden.

Richtung Osten verliert der kalte Benguelastrom immer mehr an Kraft. Der tropische Agulhasstrom prägt nun die Küstenlinie: mit breiten Sandstränden, hohen Dünen und dichten Mangrovenwäldern. Hier lebt ein Fisch, der sich ganz untypisch fortbewegt: Er "läuft" über das Wasser - und mühelos sogar an Land. Trifft der Schlammspringer in seinem Revier auf einen Rivalen, beginnt ein erbarmungsloser Kampf.

Mächtige Nilkrokodile fühlen sich in der Regel an der feuchtheißen Ostküste Südafrikas wohl. Bei Temperaturen von über 40 Grad wird es aber selbst dem kaltblütigen Reptil zu heiß. Ein junges Weibchen ist in einer scheinbar ausweglosen Lage: Bewacht sie weiter ihr Gelege im sandigen Uferbereich, droht sie selbst an Überhitzung zu sterben. Verlässt sie ihre Eier, könnten diese von Nesträubern gefressen werden.

Südafrikas einzigartige Vielfalt zeigt sich sogar innerhalb der Savanne: Undurchdringliches Gestrüpp prägt den Osten. Richtung Norden wird das Land allmählich offener, der Blick reicht weiter. Die Savanne ist Heimat der größten Landsäuger der Erde - der Elefanten. Doch auch ein riesiges Amphib, der Ochsenfrosch, ist hier zu Hause. Fast anderthalb Kilo schwer, bewacht das Froschmännchen die Kaulquappen im Tümpel - und kämpft um ihr Leben.

Quelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 08.08.2022 um 01:35 Uhr auf 3sat.