Tempo

1996

Tempo ist ein österreichischer Spielfilm von Stefan Ruzowitzky aus dem Jahr 1996.

Der noch minderjährige Jojo ist von zu Hause, aus der niederösterreichischen Provinz, ausgerissen und schlägt sich als Fahrradbote in Wien durch. Er lebt zusammen mit dem älteren, ebenfalls als Fahrradboten arbeitenden Bastian in einem Bretterverschlag in einem Hinterhof. Eines Tages wird Jojo zu dem geheimnisvoll auftretenden, stets modisch gekleideten Bernd geschickt, um eine Sendung in einen am Rande des Wienerwald gelegenen Außenbezirk zu transportieren. Dort trifft er auf die etwa 18-jährige Clarissa, in die er sich sofort verliebt. Von nun an wird Jojo immer wieder von seinem „Stammkunden“ auf dieser Strecke eingesetzt und zwischen den Beteiligten entwickelt sich langsam eine Dreiecksbeziehung.

Jojos lebhafte Tagträume verwandeln sich im Laufe des Filmes immer mehr in reale Abenteuer. Er wird von einer Bande Neonazis verfolgt, verliert seine Jungfräulichkeit sowohl in homo- wie in heterosexueller Weise und wird mit Drogenhändlern konfrontiert.

Der in Clip- Ästhetik fotografierte Film mit schnellen Schnitten sorgte, im Umfeld von Filmen wie „Lola rennt“ und der damals auf dem Höhepunkt stehenden Techno- und Raverszene für Aufsehen. Der heute nur noch wenig bekannte Streifen kann als so etwas wie ein Abbild der damaligen jugendkulturellen Szene Wiens mit den Gazometer-Raves und dem Aufstieg der FPÖ unter Jörg Haider, der hier durch die Verkörperung der „Hauptprojektleiter“ Clemens Haipl, Gerald Votava und Herbert Knötzl als Neonazis Eingang findet. Des Weiteren kann „Tempo“ als typischer Coming-of-Age-Film gewertet werden.

Quelle: Wikipedia(deutsch)
Kinostart:1995
weitere Titel:
Tempo
Herstellungsland:Österreich
Originalsprache:Deutsch
Farbe:Farbe
IMDB: 59
Regie:Stefan Ruzowitzky
Drehbuch:Stefan Ruzowitzky
Kamera:Andreas Berger
Musik:Peter Kruder
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Rezensionen:

Datenstand: 19.07.2019 11:07:59Uhr