In TO MY SISTERS beleuchtet Regisseur Faek Falak den Konflikt mit dem sogenannten Islamischen Staat aus drei unterschiedlichen weiblichen Perspektiven. Er zeichnet die Lebensgeschichten der drei Frauen, deren Leben durch Krieg, Gewalt und extremistisches Gedankengut geprägt wurden. Im Mittelpunkt steht die junge Kurdin Haval, die als Kommandeurin der Frauenverteidigungseinheit YPJ in Syrien gegen den IS kämpft. Ihre Geschichte verwebt sich mit der von Sepan Ayo, einer jesidischen Überlebenden, die als Kind verschleppt und versklavt wurde. Ihre Erinnerungen machen die verheerenden Folgen extremistischer Gewalt greifbar. Eine dritte Perspektive eröffnet Zakia aus Deutschland, die sich freiwillig dem IS anschloss und heute mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung leben muss. Mit seltenem Zugang vor Ort und unter außergewöhnlichen Bedingungen gedreht, geht der Film auch der Frage nach, welche Spuren Gewalt, Ideologien und Radikalisierung langfristig hinterlassen. Dadurch entwickelt sich TO MY SISTERS zu einer persönlichen und zugleich politischen Auseinandersetzung über Selbstbestimmung, Erinnerung und Widerstand aus einer weiblichen Perspektive.