Ausgehend von der Aussage der ukrainischen Regisseurin Kira Muratowa, Filme von Frauen seien „härter“, befasst sich Isa Willinger in ihrem Dokumentarfilm NO MERCY mit der weiblichen Filmsprache und untersucht das Werk bedeutender Regisseurinnen wie Catherine Breillat, Monika Treut und Céline Sciamma. Dabei widmet sich Isa Willinger der Frage, was die Werke dieser Kolleginnen auszeichnet und welche Rolle Macht und Geschlecht bei ihrer Arbeit spielen. Damit bietet NO MERCY einen spezifisch weiblichen filmhistorischen Kontext und setzt sich anhand ausführlicher Interviews mit den Regisseurinnen mit gesellsftlichen Normen und patriarchalen Strukturen auseinander, die im Kino ebenso wirksam sind wie im Alltag. (Redaktion Haus des Dokumentarfilms)