Handwerkskunst!

Wie man eine Kuckucksuhr baut

Quelle: Pressebild (ard2017)
Quelle: Pressebild (ard2017)

Unweit der Triberger Wasserfälle kann jeder, der Olis Schnitzstube besucht, Handwerkskunst live erleben. In seinem Laden tickt, surrt, klickert, pfeift und "kuckuckt" es. Es riecht nach frischem Holz, das der Holzbildhauer Oliver Zinapold zum Markenzeichen des Schwarzwalds verarbeitet: zu Kuckucksuhren. Seit 1999 fertigt der 48-Jährige Kuckucksuhren nach alter Überlieferung und ist damit einer der letzten Schnitzer für traditionelle Kuckucksuhren. Jede Uhr ist ein Unikat. Oft verwirklicht Oliver Zinapold spezielle Wünsche seiner Kundinnen und Kunden, aber die meisten Formen und Konturen entspringen seiner Vorstellung.


Unweit der Triberger Wasserfälle kann jeder, der Olis Schnitzstube besucht, Handwerkskunst live erleben. In seinem Laden tickt, surrt, klickert, pfeift und "kuckuckt" es. Es riecht nach frischem Holz, das der Holzbildhauer Oliver Zinapold zum Markenzeichen des Schwarzwalds verarbeitet: zu Kuckucksuhren.

Seit 1999 fertigt der 48-Jährige Kuckucksuhren nach alter Überlieferung und ist damit einer der letzten Schnitzer für traditionelle Kuckucksuhren. Jede Uhr ist ein Unikat. Oft verwirklicht Oliver Zinapold spezielle Wünsche seiner Kundinnen und Kunden, aber die meisten Formen und Konturen entspringen seiner Vorstellung und haben immer etwas mit dem Schwarzwald zu tun.

Oliver Zinapold zeichnet zunächst den Entwurf auf einer Schablone aus Papier. Diese legt er anschließend auf ein Holzbrett und überträgt die Konturen mit einem Bleistift. Danach sägt er die Teile mit einer Stichsäge aus. Dann beginnt die eigentliche Schnitzarbeit, messerscharfes Werkzeug kommt in der Schnitzerei zum Einsatz. Mehr als tausend verschiedene Schnitzwerkzeuge gibt es, die sich in Breite und Schneideform unterscheiden. "Das ist die Kunst des Schnitzens. Man darf niemals gegen die Maserung schnitzen, sonst bricht das Holz ab", weiß der Meister. Nach dem Schnitzen werden die Einzelteile gebeizt, geschliffen und lackiert.

Der Laden von Holzbildhauer Oliver Zinapold läuft gut. Sein Geschäftsmodell hat sich durchgesetzt, obwohl Unikate mehr kosten als die Massenware vom Band. Die Kuckucksuhr ist ein Qualitätsprodukt und ein Hauch von Nostalgie in einer immer dynamischeren und effizienteren Zeit. Noch finden sich weltweit genügend Liebhaberinnen und Liebhaber, die sich dieses Stück Schwarzwald ins Wohnzimmer holen. Doch Globalisierung und Billigimporte bedrängen den Exportschlager. Wie lange sich die Geschichte im Schwarzwälder Kuckucksland noch fortschreiben lässt, weiß nur der Kuckuck. Ein Film von Jochen Loebbert

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 25.10.2020 um 06:10 Uhr auf HR.