Der Dokumentarfilm von Lea Hartlaub besteht aus 16 lose miteinander verbundenen Episoden, die in 91 statischen Einstellungen an rund 30 Schauplätzen auf mehreren Kontinenten gedreht wurden – darunter eine Insel im Westpazifik, ein Lesesaal in New York, eine Keramikfabrik bei Peking und eine Landebahn im Niger. Anhand dieser puristisch komponierten Tableaus beobachtet die Regisseurin Lea Hartlaub menschliche Handlungen, Arbeitsprozesse und kulturelle Kontexte, die um Fragen von Wissen und Wahrnehmung, um koloniale Hinterlassenschaften, Machtstrukturen und den Umgang mit Fremdheit kreisen. Die Montage stellt Bezüge zwischen geografisch und zeitlich voneinander unabhängigen Situationen her, die gleichzeitig stattfinden. (Redaktion Haus des Dokumentarfilms)