Der palästinensische Filmemacher Kamal Aljafari stößt bei der Sichtung seines Archivs auf drei MiniDV‑Kassetten, die er im Jahr 2001 in Gaza aufgenommen hat. Die Aufnahmen entstanden während einer Reise, auf der er nach einem Mann suchte, den er 1989 im Gefängnis kennengelernt hatte. Sein ortkundiger Begleiter war damals Hasan, der ihn durch den Norden und Süden des Gazastreifens führte. Die flüchtigen Eindrücke, die Aljafari damals von Straßen, Landschaften und alltäglichen Begegnungen aufnahm, erinnern nun an Orte, die durch Krieg und Zerstörung ausgelöscht wurden, aber als Erinnerungen in diesen Bildern weiterbestehen – als filmisches Mosaik, das persönliche Erinnerung mit dokumentarischer Beobachtung verbindet und Verlust und Vergänglichkeit reflektiert.