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Iraqi Odyssey (Arabic: الأوديسة العراقية, romanized: al-ʿAwdassi al-ʿIrāqiyya) is a 2014 Swiss documentary film written and directed by Samir. It was selected as the Swiss entry for the Best Foreign Language Film at the 88th Academy Awards, but was not nominated. The film won awards including the Best Asian Film Award at the 2014 Abu Dhabi Film Festival and the 2015 Zurich Film Prize.[ 1] [ 2]
The film contrasts contemporary Western media images of Iraq with footage from the 1950s and 1970s, and follows director Samir as he tells the story of his globally dispersed Iraqi middle-class family, whose members are scattered across Auckland, Moscow, Paris, London, and Buffalo.[ 1]
The film won awards including the Best Asian Film Award at the 2014 Abu Dhabi Film Festival, the 2015 Zurich Film Prize, and third place in the documentary category at the 2016 Zurich Film Prize. It was also nominated for Best Documentary Film at the 2015 Swiss Film Award.[ 1]
In August 2015, Iraqi Odyssey was one of seven films shortlisted for consideration as Switzerland’s entry for the Best Foreign Language Film at the 88th Academy Awards.[ 3] Later that month, it was selected as Switzerland’s official submission.[ 2] [ 4] It failed to make the Academy’s nine-film shortlist for the category.[ 5]
The Hollywood Reporter described Iraqi Odyssey as an ambitious and timely account of a liberal Iraqi family in diaspora, but said that “feelings get swept under the carpet in favor of repetitive globe-trotting”.[ 6]
Filmdienst described Iraqi Odyssey as a documentary in which Samir traces his Iraqi roots through the stories of his family and the decline of Iraq, and said that despite visible breaks caused by family conflicts and the film’s long production, the project felt cohesive.[ 7]
SRF described it as a monumental documentary that weaves the fate of Samir’s family together with the history of Iraq, and called it a celebration of storytelling marked by black humour despite its tragedy.[ 8]
On Metacritic, the film has a weighted average score of 60 out of 100, based on five critic reviews, indicating “mixed or average reviews”.[ 9]
The film had its world premiere at the Toronto International Film Festival in 2015 and its European premiere at the Berlin International Film Festival in 2015.[ 8] It was later screened at festivals including the 2015 Tallinn Black Nights Film Festival, the 2015 Gijón International Film Festival, the 2015 Iran International Documentary Film Festival (Cinema Verité), the 2016 Palm Springs International Film Festival, and the 2016 Minneapolis–Saint Paul International Film Festival.[ 1]
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Rezension zu Iraqi Odyssey
»Iraqi Odyssey« ist sozusagen Samirs Opus Magnum. Der Film erzählt zum einen die sehr komplexe Familiengeschichte eines großen Clans. Sein Großvater war Anfang der 1960er Jahre eine zeitlang Agar-Minister im Irak. Er hatte viele Söhne und Töchter, die wiederum selbst sehr viele Kinder bekamen. Sie sind inzwischen auf der ganzen Welt verteilt in Europa, in den USA, Neuseeland und im Irak. Aus der rund 50-köpfigen Großfamilie greift Samir einige heraus und geht ausführlicher auf ihre persönlichen Lebensgeschichten ein. Doch darin spiegelt sich immer auch die Geschichte des 20. Jahrhunderts - vor allem des arabischen Raums. Von daher geht der Film weit über die persönliche Geschichte hinaus.
Inzwischen sind über fünf Millionen Iraker von dort geflohen. Samirs Familie ist symptomatisch für dieses Land und läßt die aktuelle Flüchtlingsdiskussion in neuem Licht erscheinen. Gezeigt wird nämlich die persönliche Motivation, sich überhaupt auf dieses Risiko einzulassen.
Der Film, dessen Entwicklung und Recherche nach historischem Filmmaterial sieben Jahre dauerte, ist in 3D gedreht. Dies überrascht zunächst für einen Film, der mit alten Filmen, Fotos und Interviews arbeitet. Es war auch nicht von Anfang an so geplant, sondern die Idee entwickelte sich langsam. Samir nutzt die neue Technik auf andere Art und Weise, die »Iraqi Odyssey« zu einem außergewöhnlichen Ereignis macht. Denn er spielt mit dem Raum, um die vielschichtigen Informationen zu strukturieren. Wie schon in seinem frühen »Babylon 2« (1994) kontrastiert er die Interviewten mit historischen Aufnahmen und Fotos im selben Bild. Er spielt mit unterschiedlichen Formaten und Größen. Vor allem nutzt er den Raum für Textinformationen, die er bewußt auf verschiedene Ebenen stellt. Dies mag vielleicht etwas akademisch klingen, funktioniert jedoch ausgezeichnet. Das Premierenpublikum in Berlin war begeistert und feierte Samir, sein Team und seine Protagonisten mit lang anhaltendem Applaus.
Bei den Recherchen wurde offensichtlich, dass es im Irak nach den vielen Umbrüchen und Kriegen kaum noch Filmmaterial gibt. Fündig wurde das Team in verschiedenen Filmarchiven in England, den USA und Moskau, denn die Großmächte interessierten sich immer schon für den arabischen Raum und es war vor gar nicht so langer Zeit eine britische Kolonie. Wie erwähnt sind Millionen Iraker geflohen und bilden heute eine globale Community. Mit dem Film startet Samir ein Online-Projekt um eine globale irakische Web Community aufzubauen (www.iraqiodyssey.com). Dort finden sich Informationen zu seinem Film, der ihm eine Herzensangelegenheit ist, auf einer Timeline kann man die irakische Geschichte recherchieren und die eigenen Geschichten, Filme und Fotos einbringen. So könnte über die Jahre ein virtuelles Filmarchiv des Irak entstehen und die unglaublichen Verluste zumindest teilweise ausgleichen.
29.09.2014 Zurich Film Festival
05.03.2015 Deutschschweiz
15.10.2015
23.10.2015
27.11.2015
14.01.2016
03.02.2016 Romandie
