E-Scooter: Fun oder Fortschritt?

Unterwegs im Westen

Quelle: Pressebild
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Sieben Uhr früh am Kölner Neumarkt. Lena Geißler scannt mit dem Handy den Code auf einem der Leih-E-Scooter und schaltet ihn frei für ihren Weg zu Arbeit. "Anfangs dachte ich, ich sterbe, als ich drauf gestiegen bin, mittlerweile bin ich geübt. Ich mag es im Sommer, wenn man diesen Fahrtwind hat. Nicht so in der stickigen Bahn und fürs Fahrrad bin ich zu faul." Auswahl gibt es genug: 13 E-Scooter stehen allein an dieser Ecke. Gleich drei Anbieter haben im Sommer in Köln fast über Nacht ihre Roller abgestellt. Das Straßenbild in NRWs größter Stadt hat sich damit gewaltig verändert.


7 Uhr früh am Kölner Neumarkt. Lena Geißler scannt mit dem Handy den Code auf einem der Leih-E-Scooter und schaltet ihn frei für ihren Weg zu Arbeit. "Anfangs dachte ich, ich sterbe, als ich draufgestiegen bin, mittlerweile bin ich geübt. Ich mag es im Sommer, wenn man diesen Fahrtwind hat. Nicht so in der stickigen Bahn, und fürs Fahrrad bin ich zu faul." Auswahl gibt es genug: 13 E-Scooter stehen allein an dieser Ecke. Gleich drei Anbieter haben im Sommer in Köln fast über Nacht ihre Roller abgestellt. Das Straßenbild in NRWs größter Stadt hat sich damit gewaltig verändert. Für viele Menschen ist es der Beginn einer neuen, klimafreundlichen Mobilität, für andere aber auch ein Ärgernis oder eine Gefahr. Dann muss die Polizei rausrücken, mit einer ersten Schwerpunktkontrolle am Kölner Rheinufer.

In Herne ist die Lage entspannter. Oberbürgermeister Frank Dudda ist mit dem E-Scooter zu seinen Terminen unterwegs. Er hatte sich früh darum gekümmert, dass in Herne die Roller als erste in Deutschland fahren dürfen und dazu eine Kooperation mit einem Anbieter abgeschlossen. Chaos gibt es wenig, denn in Herne sind die Roller mit einem besonderen Mechanismus versehen: Der E-Scooter geht einfach aus, wenn er irgendwo nicht fahren darf: in der Fußgängerzone, im Park oder auf dem Friedhof. Aber das ist nur der Anfang: Hier sitzt auch Ruhr Valley, eine Forschungskooperation verschiedener Unis, die Entwicklungen für Mobilität, Energie und Digitalisierung in Metropolen erforscht. Von der Stahlstadt zur grünen Metropole, wie sehen die Schritte aus? Werden die E-Scooter der Anfang einer völlig neuen Mobilität in deutschen Städten sein? Welche Ideen und Visionen haben die Verantwortlichen - und lassen sie sich auch umsetzen? Unsere Reporter sind mittendrin im nordrhein-westfälischen Stadtverkehr der Zukunft.
Eine Reportage von Tanja Reinhard und Patrick Stijfhals aus der Reihe "Unterwegs im Westen"

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 26.03.2020 um 10:30 Uhr auf tagesschau24.

26.03.2020
10:30
Livestream
Audio-Format:stereo
Bild-Format:16:9
Farbe:farbe
Audio-Beschreibung: nein
Hörhilfe: nein
HDTV: ja
Logo-Event: nein
VPS:1585215000
Schlagwörter:Dokumentation/Reportage, Verkehr/Mobilität, Lifestyle
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