Tödliches Trinkwasser - Skandal in Michigan

43min, USA 2019
Quelle: ARD-Pressebild
Quelle: ARD-Pressebild

2014 erkrankten in der Stadt Flint im US-Staat Michigan auffällig viele Menschen an der Legionärskrankheit. Es gab Tote. Wissenschaftler stießen bald auf eine unglaubliche Geschichte.

Das Trinkwasser der Stadt war verseucht. Wenige Monate zuvor war aus Kostengründen die öffentliche Versorgung auf Flusswasser umgestellt worden, das durch ein marodes Wasserwerk geleitet wurde. Das war fast 50 Jahre außer Betrieb.

Auch an Modernisierungsarbeiten wurde gespart. So floss das Wasser durch verrostete Rohre und gelangte deutlich braun verfärbt in die Haushalte. Kurze Zeit später brach in Flint eine Krise um bleiverseuchtes Wasser aus, doch dass es auch mit Legionellen belastet war, wurde der Öffentlichkeit vorenthalten.

Städtische Beamte wandten sich an das Gesundheitsministerium des Staates Michigan und baten darum, den Fall zu untersuchen. Doch dort wurde der Hilferuf ignoriert. Als sich die Krise immer mehr zuspitzte, wurde ein Sonderermittler eingesetzt, der die Fakten zusammentragen und dafür sorgen sollte, dass die Verantwortlichen gerichtlich zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Dokumentation zeichnet die Phasen dieser Krise nach. Durch Gespräche mit Betroffenen, Verantwortlichen auf Seiten der Stadt und des Staates sowie mit Wissenschaftlern und Ermittlern entsteht ein umfassendes Bild vom Ausmaß dieser Katastrophe, in der billigend hingenommen wurde, dass Menschen schwer krank wurden und starben, um eigenes Versagen zu verschleiern.

Quelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 23.09.2020 um 07:45 Uhr auf ZDFinfo.