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Mission Sauerkraut - Konserven-Ikone Hengstenberg kämpft mit dem Klima

Quelle: Pressebild
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Eigentlich waren Philipp Hengstenberg und seine Kollegen aus der Geschäftsführung damit beschäftigt, ihre feinsauren Gemüseprodukte für die modernen Kunden "hip" zu machen, da überraschte die neue Herausforderung: Das Klima. 450 Mitarbeiter sorgen seit mehr als einem Jahrhundert für langlebige Gemüsevorräte in bundesdeutschen Haushalten, jedes zehnte Glas Gurken, jede zehnte Dose Sauerkraut geht ins Ausland. "Natürlich ist Landwirtschaft wetterabhängig", sagt Philipp Hengstenberg, aber mit solch spektakulären Ernteausfällen habe er nicht gerechnet.


Während Philipp Hengstenberg und seine Kollegen aus der Geschäftsführung damit beschäftigt sind, ihre feinsauren Gemüseprodukte für die modernen Kunden "hip" zu machen, überrascht sie die neue Herausforderung: das Klima. Seit mehr als einem Jahrhundert sorgt das Unternehmen, das heute 450 Mitarbeiter*innen beschäftigt, für langlebige Gemüsevorräte in bundesdeutschen Haushalten, jedes zehnte Glas Gurken, jede zehnte Dose Sauerkraut geht ins Ausland. "Natürlich ist Landwirtschaft wetterabhängig", sagt Philipp Hengstenberg und beschreibt das enge Miteinander zwischen der Gemüsefabrik und ihren Erzeugerlandwirten. Aber mit solch spektakulären Ernteausfällen wie im Sommer vor zwei Jahren habe er nicht gerechnet.

Jetzt ist er unterwegs zu Bauer Kratzmüller. Er ist einer der Kohllieferanten und seit wenigen Monaten Teil des Hengstenbergschen Krisen-Plans. Mit Bewässerung und neuen Kohlsorten wollen sie gemeinsam den neuen Klimabedingungen gerecht werden. Doch wieder brennt die Sonne wochenlang erbarmungslos auf die Felder rund um Bad Friedrichshall.

Schon der letzte Sommer hatte alle schockiert: schlechte Ernte, Lieferengpässe und Kurzarbeit. Deutschlands Konserven-Ikone steuert gegen. Philipp Hengstenberg, Erbe einer der bekanntesten Lebensmittelhersteller Deutschlands, klettert aus dem Auto und geht auf eines der vielen Kohlfelder. Sind die Köpfe trotz der Hitze gewachsen, sind es mehr als letztes Jahr? Hat dieses Feld schon eine Bewässerungsanlage? 10 Millionen Köpfe, also 45.000 Tonnen Weißkohl und 9.000 Tonnen Rotkohl, soviel braucht Hengstenberg aus den Feldern rund um die Produktionen in Bad Friedrichshall und im Hessischen Fritzlar. Vor zwei Jahren waren es durch die Dürre nur knapp 30.000. So wenig wie noch nie. Der Film begleitet den Marktführer und seine Menschen im Jahr eins nach dem Schock im Sommer 2018. Können sie aufholen - oder wird es wieder eine dürre Ernte?

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 23.09.2020 um 18:15 Uhr auf SWR.