Pina

2011

Pina ist eine Tanzfilm-Dokumentation in 3D von Regisseur Wim Wenders mit dem Ensemble des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch, dessen Choreographin Pina Bausch er gewidmet ist.

Quelle: Wikipedia(deutsch)
Rezension zu Pina
Thomas Schneider
Thomas Schneider
Online-Redakteur im Haus des Dokumentarfilms

Es gibt Filme, die nie realisiert werden, weil die Zeit einfach nicht reif für sie ist. Fast so wäre das auch mit »Pina« geschehen. Wim Wenders erzählte bei seinem Auftritt am 26. Mai 2011 beim Branchentreff Dokville, wie für diese wunderbare 3D-Tanzdokumentation der richtige Zeitpunkt zur Realisierung nie kommen wollte: »Die große Frage lautet immer, mit welchen Inhalten lässt sich Technik füllen. Bei uns war das genau umgekehrt.«, erzählt Wenders dem Dokville-Publikum. Und weiter: »Wir hatten ein Projekt und zwanzig Jahre lang war das Problem, mit welcher Sprache können wir das erzählen. … Dann habe
ich vor fünf Jahren zum ersten Mal einen 3D-Film gesehen, und wusste auf einmal, das war die Antwort auf die Frage, die wir, Pina Bausch und ich, uns seit vielen Jahren gestellt hatten: Wie findet man eine andere Bildsprache für den Tanz? Wir sind sozusagen von der anderen Seite herangekommen, für uns war 3D die Antwort für das, was wir machen wollten. Ich hatte nie erwartet, dass die Technik mir die Antwort geben könnte. Dann haben wir den Film nach zwanzig Jahren endlich angefangen, weil es die
Sprache dafür gab. Den Film hätte es ohne diese Technik nie gegeben.«

Am Abend dieses Tages im Mai 2011 wurde Wim Wenders – wie von den meisten Gala-Besuchern erwartet – für »Pina« mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Er bedankte sich euphorisch und lobte die 3D-Technik als ganz neues Stilmittel vor allem für den Dokumentarfilm. Was sind die neuen Sichtweisen, die den Film- und Bildermenschen Wim Wenders, der wie kaum ein anderer Filmemacher stets auf der Suche nach neuen Erzählformen und Bildern für seine Geschichten ist, so begeistern? Bei Dokville hatte er versucht, es zu erklären: »Zu meiner größten Verwunderung waren die aufregendsten Erfahrungen der neuen Räumlichkeit nicht etwa die aufwendigen Tanzeinstellungen, auch nicht die langen Kamerafahrten, sondern das Allereinfachste: die Nahaufnahme einer Person! So hatte man noch nie Auge in Auge jemandem gegenübergesessen, der dann doch nicht da war. Es ist der aufregendste Blick in das menschliche Gesicht, den es je gab.« 

So aufregend fanden »Pina« noch viele Menschen. Allein über 500.000 Zuschauer hatte der Film in den deutschen Kinos. Unter den vielen Auszeichnungen stechen die Oscar-Nominierung im Jahr 2012 hervor sowie die beiden Auszeichnungen durch den Europäischen Filmpreis und den Deutschen Filmpreis (beide 2011). 

Wie können an dieser Stelle allerdings nicht über »Pina« schreiben ohne zu erwähnen, dass es von Wim Wenders,
dem Dokumentarfilmer, mindestens so viel zu sehen und zu entdecken gibt wie von Wim Wenders, dem Geschichtenerzähler.
Er ist ein Filmemacher, der immer wieder alle Genregrenzen überspringt – auf der Suche nach der Wahrheit, die sich in einem Bild v erdichten lässt. Was also wäre »Pina« ohne den »Buena Vista Social Club« (u.a. Oscar-Nominierung im Jahr 2000), ohne »Tokyo-Ga« (einem wunderbaren Dokumentarfilm über die Metropole Tokyo, den Wenders mal so neben den Arbeiten an »Paris,
Texas« drehte) oder ohne »Das Salz der Erde« (mit dem er 2015 erneut für den Oscar nominiert war – und ihn wieder nicht gewann). Eine Geschichte des Dokumentar- und Spielfilms ohne Wim Wenders? Undenkbar.

Interview mit den Filmemachern von Astrid Beyer

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Kinostart:13.02.2011
24.02.2011 in Deutschland
weitere Titel:
Pinalb eu pl fi hu tr id gl
피나ko
Пина
פינהhe
Պինաhy
Піна: танок пристрасті
პინაka
Pina/ピナ・バウシュ 踊り続けるいのち
بينا
皮娜zh-hant
皮娜 (电影)zh-cn
碧娜鮑許zh
پیناfa
Genre:Musikfilm, Dokumentarfilm, Tanzfilm
Herstellungsland:Deutschland, Frankreich
Originalsprache:Deutsch, Spanisch, Französisch, Englisch, Portugiesisch, Italienisch, Kroatisch, Russisch, Koreanisch
Farbe:Farbe, Schwarzweiß
IMDB: 15000
Verleih:BiM Distribuzione
Offizielle Webseite:www.pina-film.de
Regie:Wim Wenders
Drehbuch:Wim Wenders
Kamera:Hélène Louvart
Schnitt:Toni Froschhammer
Musik:Thomas Hanreich
Produzent:Wim Wenders
Gian-Piero Ringel
Darsteller:Pina Bausch
Dominique Mercy
Jo Ann Endicott
Pau Aran Gimeno
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Rezensionen:

2013
Camerimage
Best 3D Documentary Film
Gewinner
2012
Cinema Eye Honors Awards, US
Cinema Eye Honors Award
Outstanding Achievement in Production
Gewinner
2012
German Film Critics Association Awards
German Film Critics Award
Best Editing (Bester Schnitt)
Gewinner
2012
German Film Critics Association Awards
German Film Critics Award
Best Documentary (Bester Dokumentarfilm)
Gewinner
2012
Academy Awards
Oscar
Best Documentary, Features
Nominiert
2012
BAFTA
BAFTA Film Award
Best Film Not in the English Language
Nominiert
2012
Argentinean Film Critics Association Awards
Silver Condor
Best Foreign Film, Not in the Spanish Language (Mejor Película Extranjera)
Nominiert
2012
Australian Film Critics Association Awards
AFCA Award
Best International Film (Foreign Language)
Nominiert
2012
Australian Film Critics Association Awards
AFCA Award
Best Documentary
Nominiert
2012
Chlotrudis Awards
Chlotrudis Award
Best Documentary
Nominiert
2012
Gaudí Awards
Gaudí Award
Best European Film (Millor Pel·lícula Europea)
Nominiert
2012
Gay and Lesbian Entertainment Critics Association
Dorian Award
Documentary of the Year
Nominiert
2012
International Cinephile Society Awards
ICS Award
Best Documentary
Nominiert
2012
London Critics Circle Film Awards
ALFS Award
Documentary of the Year
Nominiert
2012
Motion Picture Sound Editors, USA
Golden Reel Award
Best Sound Editing - Music in a Musical Feature Film
Nominiert
2012
Online Film & Television Association
OFTA Film Award
Best Documentary Feature Film
Nominiert
2012
Romy Gala, Austria
Romy
Best Direction (Beste Regie)
Nominiert
2012
Writers Guild of America, USA
WGA Award (Screen)
Best Documentary Screenplay
Nominiert
2012
Alliance of Women Film Journalists
EDA Award
Best Documentary Feature Film
Nominiert
2012
Alliance of Women Film Journalists
EDA Award
Best Non-English Language Film
Nominiert
2012
Russian Guild of Film Critics
White Elephant
Best Foreign Film
Nominiert
2012
Gold Derby Film Awards
Gold Derby Award
Documentary Feature
Nominiert
2012
International Online Cinema Awards (INOCA)
INOCA
Best Documentary
Nominiert
2011
CPH:DOX
Politiken's Audience Award
Gewinner
2011
European Film Awards
Best Documentary Award
Gewinner
2011
German Film Awards
Film Award in Gold
Best Documentary (Bester Dokumentarfilm)
Gewinner
2011
Guild of German Art House Cinemas
Best Documentary
Gewinner
2011
Philadelphia Film Festival
Audience Award - Honorable Mention
Special Events Screenings
Gewinner
2011
Rome Film Fest
HAG Award
Gewinner
2011
European Film Awards
European Film Award
European Documentary
Gewinner
2011
Alliance of Women Film Journalists
EDA Award
Best Documentary Feature Film
Nominiert
2011
Alliance of Women Film Journalists
EDA Award
Best Non-English Language Film
Nominiert
2011
Awards Circuit Community Awards
ACCA
Best Documentary Feature
Nominiert
2011
British Independent Film Awards
British Independent Film Award
Best Foreign Independent Film
Nominiert
2011
Chicago Film Critics Association Awards
CFCA Award
Best Documentary
Nominiert
2011
German Film Awards
Film Award in Gold
Best Direction (Beste Regie)
Nominiert
2011
Satellite Awards
Satellite Award
Best Motion Picture, Documentary
Nominiert
2011
Washington DC Area Film Critics Association Awards
WAFCA Award
Best Foreign Language Film
Nominiert
Datenstand: 30.09.2021 16:33:04Uhr