Roman Polanski: Mein Leben

2011

Roman Polanski: A Film Memoir is a 2011 documentary film directed by Laurent Bouzereau. The film is about Roman Polanski's life, career, and legal issues.

Quelle: Wikipedia(englisch)
Rezension zu Roman Polanski: Mein Leben
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Bekannt geworden ist er insbesondere für sein Privatleben – wegen der Vergewaltigung einer Minderjährigen geriet Roman Polanski in den Fokus der Klatschpresse. Im Gespräch mit dem befreundeten Produzenten Andrew Braunsberg erzählt der Hollywoodfilmregisseur von seinem turbulenten Leben in Warschau, Paris, London und Kalifornien.

Aus der Sicht seines Gesprächspartners Andrew Braunsberg ist Roman Polanski ein Mensch, der so viele Schicksalsschläge erlebte wie kein anderer: Der Tod seiner Mutter durch die Nazis, Unterdrückung durch das kommunistische Regime, die Ermordung seiner Frau, eine Gefängnisstrafe, die ungewollte Ausreise aus den USA. Tragödien, die viele nur aus Filmen kennen, hat der Spielfilm-Regisseur am eigenen Leib erfahren.

Beinahe herausragender als die Geschichten selbst ist jedoch das Polanski auszeichnende Show- und Erzähltalent. Im Film zieht der ausgebildete Schauspieler die Zuschauer mit Gesten, Händen und Füßen, sowie mit szenischen Beschreibungen in seinen Bann. Was diesen Bann hin und wieder unterbricht, sind manch gekünstelt wirkende Reaktionen seines Gesprächspartners. Ausrufe wie "unglaublich!", "desaströs!" und "sagenhaft!" wirken an manchen Stellen übertrieben. Die Erzählungen Polanskis beginnen mit seiner Kindheit. Anstatt in der Schule lesen und schreiben zu lernen befindet sich Polanski im Alter von 6-12 Jahren ständig auf der Flucht vor den Nazis. Wegen seines jüdischen Glaubens lebt er mit seiner Familie im Warschauer Ghetto. Zuerst nehmen ihm die Nazis seinen besten Freund Pavel, dann seine Mutter, die Schwester, zuletzt den Vater. Alle werden sie in naheliegende Konzentrationslager gebracht. Durch die finanzielle Unterstützung des Vaters findet Polanski bei Bekannten Unterschlupf. Während dieser Zeit lernt er nicht nur das Landleben, sondern auch die Welt des Kinos kennen – "wie Magie!", meint Polanski. "Mithilfe der untertitelten Filme habe ich das Lesen gelernt!", witzelt er.

Nach dem Krieg spielt er Theater und studiert an der renommierten Filmschule in Lodz, wo der Kommunismus den Ton vorgibt. Weil seine Filme nicht den kommunistischen Idealen entsprechen, gelingt Polanski erst 1962 auf dem internationalen Filmfestival in Venedig der Durchbruch. Der Künstler verlässt seine Heimat, um frei arbeiten zu können. 1969 gewinnt er mit "Rosemaries Baby" einen Oscar.

Die in einem Haus in Gstaad aufgenommenen Gespräche bilden den Hauptbestandteil des Films. Sie fanden im Sommer 2009 statt, während der Zeit, in der Polanski wegen eines international geltenden Haftbefehls in der Schweiz unter Hausarrest stand. Im September 2010 entschlossen die Schweizer Behörden, Polanskis Auslieferung an die USA zu verweigern. Im Film wird die Entscheidung des amerikanischen Richters im Vergewaltigungs-Prozess in Frage gestellt. Polanski tritt als einsichtiger Täter auf. Dazu werden Fernsehberichte gezeigt, in denen das inzwischen erwachsene Opfer erklärt, sie habe ihm die Tat verziehen. Weitere Quellen, die der Regisseur Laurent Bouzereau im Film verwendet, sind private Fotos des Filmemachers, Ausschnitte aus Polanskis Filmen und Making-of's, Aufnahmen von der Gerichtsverhandlung in den USA sowie der Pressekonferenz der Schweizer Behörden. Seine Uraufführung hatte der Film auf dem Zürich Film Festival 2011.

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Kinostart:2012
weitere Titel:
Roman Polanski: A Film Memoir
Roman Polanski: Mein Leben
Genre:Dokumentarfilm
Herstellungsland:Italien
Farbe:Farbe
IMDB: 1109
Verleih:Lucky Red Distribuzione
Offizielle Webseite:www.romanpolanski-afilmmemoir.de
Regie:Laurent Bouzereau
Kamera:Paweł Edelman
Musik:Alexandre Desplat
Produzent:Luca Barbareschi
Darsteller:Roman Polański
Harrison Ford
Emmanuelle Seigner
Adrien Brody
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Rezensionen:

2012
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Datenstand: 31.07.2020 19:30:25Uhr